{"id":541,"date":"2010-04-20T11:59:33","date_gmt":"2010-04-20T09:59:33","guid":{"rendered":"http:\/\/the-bucketlist.de\/?p=541"},"modified":"2010-04-21T12:24:04","modified_gmt":"2010-04-21T10:24:04","slug":"am-limit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/the-bucketlist.de\/?p=541","title":{"rendered":"Am Limit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">20. April 2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"english blog\" href=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/?page_id=438\" target=\"_self\">This Article Is Also Available In English<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also zwei Wochen waren bis jetzt glaube ich die l\u00e4ngste Zeit ohne einen neuen Blogeintrag, aber solange ich keine Beschwerden h\u00f6re scheint ja alles noch in Ordnung zu sein. Die letzten Zwei Wochen waren auch etwas langweilig, der \u00fcbliche Wahnsinn eben. Uni oder nicht Uni, das ist hier reines Gl\u00fccksspiel, ganz besonders seit wir einen Prof haben, der die Meinung vertritt zu viel Vorlesungzeit w\u00fcrde seiner Gesundheit schaden. Und trotzdem merkt man, das gegen Ende des Semesters, dass der Anspruch doch etwas Ansteigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dem Alltag etwas aus dem Weg zu gehen sind wir am Wochenende in einen kleinen Ort namens <em>Cibodas<\/em>, am Fu\u00df eines Vulkans in der Mitte der Insel gefahren. Abgesehen von einem wundersch\u00f6nen, riesigen botanischen Garten und einem Nationalpark um den Vulkan herum gibt es hier wenig, aber f\u00fcr ein Wochenende war das schon zu viel. Obwohl der Ort kaum 200 km von <em>Depok<\/em> entfernt ist, haben wir f\u00fcnf Stunden gebraucht um mit dem Bus dort hin zu kommen und noch eine weitere Stunde um das Hotel zu finden. Kaum dass wir gegen 16.00 Uhr endlich angekommen waren und etwas gegessen hatten, sind wir einem Reisef\u00fchrer des Nationalparks \u00fcber den Weg gelaufen, der uns angeboten hat uns Nachts auf den 3000m hohen Gipfel des Vilkans zu f\u00fchren, um \u00a0dort um 5.30 Uhr den Sonnenaufgang \u00fcber Westjava sehen k\u00f6nnen. Der Trip nach oben sollte ca sechs Stunden dauern, und noch<a rel=\"attachment wp-att-548\" href=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/?attachment_id=548\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-548\" title=\"9Sunrise1\" src=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/wp-content\/uploads\/9Sunrise1.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a> mal so lange um wieder herunter zu kommen. Bis wir die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung zusammen hatten (Proviant, Wasser, Taschenlampen, \u2026) war es 20.00 Uhr was uns ungef\u00e4hr eine Stunde gab um ein wenig Schlaf nach zu hohlen. Um 22.00 Uhr ging es dann wirklich los und was war der Weg nach oben f\u00fcr eine Schinderei. Nach zwei Stunden h\u00f6rte der Weg auf zu existieren und wir folgten etwas, das vielleicht ein Trampelpfad h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Es war Stockfinster und ohne die beiden F\u00fchrer w\u00e4ren wir absolut verloren gewesen. Nach drei weiteren Stunden kamen wir an eine Art Campingplatz. Na ja, zumindest war es eine zugem\u00fcllte Hochebene, die sich gut eignet um ein paar Zelte auf zu schlagen, f\u00fcr alle die, die den Trip zum Gipfel nicht an einem St\u00fcck durchziehen wollen. Weil wir ganz gut in der Zeit lagen konnten wir uns hier eine Stunde Pause g\u00f6nnen. Das war ein Fehler. Erst jetzt, ohne die Bewegung, wurde uns klar, wie kalt es hier oben eigentlich ist. Unsere F\u00fchrer hatten nat\u00fcrlich dicke Jacken, aber wir mussten uns mit dem zufrieden geben, was wir eben aus <em>Depok<\/em> mit genommen hatten: T-Shirts, Longsleeves, und Handt\u00fccher. Wer konnte auch vorher ahnen, das wir bei 7\u00b0C auf einem Berg \u00fcbernachten w\u00fcrden. Um 4.00 Uhr morgens ging es weiter, die letzte Etappe. Was ca eine Stunde h\u00e4tte dauern sollen kostete uns fast zwei, weil wir inzwischen mit grenzenloser Ersch\u00f6pfung k\u00e4mpften. Aber wir haben es gerade so, zum Sonnenaufgang geschafft und es war die M\u00fche wert. Von dort oben konnte man beinahe von der Nordk\u00fcste Westjavas bis zur S\u00fcdk\u00fcste sehen. Die h\u00fcgelige Landschaft von Bogor lag im halbd\u00e4mmer noch unter dicken Nebelschwaden, die sich in den T\u00e4lern hielten, w\u00e4hrend sich auf der S\u00fcdseite der Nebel zum Meer hin sehr viel schneller verzog. Es war wirklich Atemberaubend. Das kann <a rel=\"attachment wp-att-549\" href=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/?attachment_id=549\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-549\" title=\"9Sunrise2\" src=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/wp-content\/uploads\/9Sunrise2.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a>nat\u00fcrlich auch an dem starken Schwefelgeruch des noch aktiven Vulkans gelegen haben, aber wer weiss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg abw\u00e4rts war eine einzige Tortur. Inzwischen waren wir v\u00f6llig ersch\u00f6pft. Ich h\u00e4tte mich auf dem Gipfel einfach hinlegen und schlafen k\u00f6nnen. Obwohl der R\u00fcckweg weit weniger anstrengend war, musste man sich trotzdem unglaublich konzentrieren, um nicht auf den Steinen aus zu rutschen oder um zu knicken. Auch die halbst\u00fcndige Pause an den hei\u00dfen Quellen machte die Sache nicht viel besser. Als wir noch zwei Stunden zu laufen hatten ging uns das Wasser aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war noch nie so Froh einen Ausgang zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20. April 2010 This Article Is Also Available In English Also zwei Wochen waren bis jetzt glaube ich die l\u00e4ngste Zeit ohne einen neuen Blogeintrag, aber solange ich keine Beschwerden h\u00f6re scheint ja alles noch in Ordnung zu sein. Die letzten Zwei Wochen waren auch etwas langweilig, der \u00fcbliche Wahnsinn eben. 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