{"id":472,"date":"2010-03-17T09:47:43","date_gmt":"2010-03-17T08:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/the-bucketlist.de\/?p=472"},"modified":"2010-03-19T16:14:17","modified_gmt":"2010-03-19T15:14:17","slug":"mein-nicht-ganz-perfekter-kurzurlaub","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/the-bucketlist.de\/?p=472","title":{"rendered":"Mein Nicht Ganz Perfekter Kurzurlaub"},"content":{"rendered":"<p>17.03.2010<\/p>\n<p><a title=\"Bilder 1\" href=\"http:\/\/rapidshare.com\/files\/364539297\/IndoBilder_1.rar.html\">Bilder zu diesem Artikel.<\/a> . \u00a0<a title=\"English Blog\" href=\"http:\/\/the-bucketlist.de\/?page_id=438\">This Article Is Also Availible In English<\/a><\/p>\n<p>Nichts funktioniert so wie man es sich vorstellt, und als ich erfahren habe, wie genau ich nach <em>Carita<\/em> kommen w\u00fcrde habe ich es mir anders \u00fcberlegt. Ich h\u00e4tte mit dem Zug nach <em>Jakarta<\/em>, von dort mit einem oder zwei Bussen zum Busbahnhof, dann dort fragen, wann \u00fcberhaupt ein Bus nach <em>Labuan<\/em> f\u00e4hrt und schlussendlich dann von <em>Labuan<\/em> mit einem Angkot nach <em>Carita<\/em> fahren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Stattdessen habe ich mich f\u00fcr die einfachere Variante entschieden und bin in einen Zug nach <em>Cirebon<\/em> an der Nordk\u00fcste gestiegen. Der Ort war aber leider nicht so ganz das Wahre. Tats\u00e4chlich verirren sich fast nie wei\u00dfe her, und darum wissen die \u201e<em>Banjai<\/em>\u201c*-Fahrer nicht, wie sie mit Touristen umgehen sollen. Alles was sie wissen, ist, dass wei\u00dfe sehr viel Geld haben und so kommt es dann, dass <em>a)<\/em> absolut jeder versucht dich zu fahren, und das <strong>sehr<\/strong> aufdringlich und <em>b)<\/em> jeder versucht dir f\u00fcr die Fahrt 5\u20ac ab zu kn\u00f6pfen, w\u00e4hrend einheimische kaum mehr als 50 Cent zahlen w\u00fcrden. Alles in allem hatte der Ort nichts entspannendes oder sch\u00f6nes (abgesehen von meinem Hotel, das war echt klasse), und so bin ich schon am n\u00e4chsten Tag weiter in das <em>&#8218;Herz der Indonesischen Kutur \u2013 Yogyakarta&#8216;<\/em> gefahren. Alleine die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. In Indonesien gibt es in Langstreckenz\u00fcgen zwei Klassen, die erste &#8218;<em>Executive<\/em>&#8218; und die zweite &#8218;<em>Business<\/em>&#8218; und irgendwie bin ich dem fatalen Irrglauben aufgesessen, dass Business-Class doch eigentlich gar nicht mal schlecht klingt. Die Business-Class ist von der Ausstattung her wie die alten Regionalz\u00fcge der Bundesbahn im Sommer (ohne Klimaanlage) und hat ihren Namen, weil dort gehandelt wird. Tats\u00e4chlich war das ganze wie ein Markt, der an einem vorbei zieht. Kaffee, kalte Getr\u00e4nke, Spielsachen, Essen, Erfrischungst\u00fccher, Snacks, Bettler, Klamotten, H\u00fcte. Es gab nichts, das man nicht kaufen konnte  (abgesehen von den Bettlern, die musste man am Ende wieder zur\u00fcck geben).<\/p>\n<p>In <em>Yogya<\/em> angekommen habe ich, dank dem <em>Lonely Planet<\/em>, ein super sch\u00f6nes, kleines Hinterhofhotel gefunden. Das Beste war (abgesehen von der Dachterasse) hier andere Touristen kennen zu lernen. Die meisten von denen die in dem Hotel waren waren waren Europ\u00e4er, die zu hause ihren Job hin geschmissen haben und jetzt ein paar Monate durch S\u00fcdostasien reisen. <em>Yogya<\/em> selbst war wirklich angenehm, man wurde nicht ganz so sehr beschissen, Banjai-Fahrer haben hier bei ca 1,5\u20ac angefangen zu verhandeln, und auch sonst hatte die Stadt etwas sehr viel relaxteres. <em>Yogya<\/em> ist einfach von jeher eine K\u00fcnstlerstadt und vor allem die <em>Batik-Kunst<\/em> ist hier die beste und bekannteste (Zumindest in diesem Land). Die Batikverk\u00e4ufer sind allerdings wirklich anstrengend. Alle halbe Stunde versucht jemand dich in ein Gespr\u00e4ch zu verzetteln, ich war \u00fcberrascht, wie viele von den Verk\u00e4ufern, ganz zuf\u00e4llig Verwandte in <em>Berlin<\/em> oder <em>M\u00fcnchen<\/em> haben. Am Ende eines jeden Gespr\u00e4ches hei\u00dft es aber immer, <em>\u201eich kenn da einen Laden f\u00fcr lokal Kunst, das musst du gesehen haben, der geh\u00f6rt einem Freund von mir, \u2026\u201c<\/em> Das diese L\u00e4den vor allem aber Kommissionen f\u00fcr angeschleppte Touristen zahlen wird er dir nicht erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Da ich ja vor habe mit Krisko sp\u00e4ter noch einmal nach <em>Yogya<\/em> zu fahren habe ich die gro\u00dfen Touristenattraktionen, wie die Tempel im Stadtzentrum erst einmal aus gelassen und mich einfach so, in der Stadt umgesehen. So hab ich zum Beispiel eine Ausstellung des lokalen K\u00fcnstlers <em>Affidi<\/em> gefunden, was sicherlich interessant ist, wenn man etwas von Kunst versteht. Das meiste meiner Zeit ging aber, ganz ehrlich, f\u00fcr Faulenzen, Lesen, und Massagen drauf.<\/p>\n<p>Alles in Allem hatte ich ein sehr entspanntes Wochenende. Es war einfach unglaublich sch\u00f6n mal aus Depok zu verschwinden.<\/p>\n<p>Jetzt stehen leider erst einmal die Mid-Term Exams der UI an.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Thorsten<\/p>\n<p>PS: Das Passwort f\u00fcr die Bilder ist: \u00a0\u00a0   \u00a0<em>indo2010! <\/em>Viel Spa\u00df beim Download.<\/p>\n<p><em>* Ein Banjai ist so eine Art Fahrrad Taxi. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17.03.2010 Bilder zu diesem Artikel. . \u00a0This Article Is Also Availible In English Nichts funktioniert so wie man es sich vorstellt, und als ich erfahren habe, wie genau ich nach Carita kommen w\u00fcrde habe ich es mir anders \u00fcberlegt. 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